Heteronormativität

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Der in der Queer Theory diskutierte Begriff enthält die Worte hetero, für heterosexuell, und Normativität, einer gesellschaftlich gesetzten Verhaltensweise, die eine Person zu erfüllen hat, wenn sie sich nicht Sanktionen oder zumindest Diffamierung aussetzen will.

Die Voraussetzung für die in der westlichen Zivilisation dominante Form des Verhaltens und der Identitätsbildung setzt den Glauben an die Trennung der Menschheit in zwei Geschlechter und ein darin angelegtes Verhalten voraus. Dieser Glaube wird in der Biologie verteidigt, aber in der Soziologie dekonstruiert.

Das System stellt sich vereinfacht so dar: Es gibt Frauen -> es gibt Männer -> Frauen verhalten sich wie Frauen -> Frauen lieben Männer. (und umgekehrt)

In vielen Kreisen wird inzwischen sexuell abweichendes Verhalten akzeptiert, solange der Mensch sich "wenigtens in seiner äußerlichen Erscheinung" - Sprache, Kleidung, Gestik - der bisexuellen (zweigeschlechtlichen) Heteronorm entsprechend verhält.

Der vielerorts dem Anarchismus zugerechnete Autor P. J. Proudhon ist wegen der Verteidigung der Heteronormativität, insbesondere der Verteidigung der Kleinfamilie und dem Zuweisen eines Platzes am Herd für die Frau umstritten.


[bearbeiten] siehe auch

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