V wie Vendetta (Film)

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Dieser Artikel beschreibt den Film. Der Comicroman findet sich unter V wie Vendetta (Comic).

V wie Vendetta ist eine Verfilmung des gleichnamigen Comics von Alan Moore und David Lloyd aus dem Jahr 2005. Der Film wurde produziert von Joel Silver Regie führten James McTeigue sowie die Wachowski-Brüder, (Matrix), von denen auch das Drehbuch stammt. Der weltweite Filmstart war der 16. März 2006. Musik Dario Marianelli, Kamera Adrian Biddle, Schnitt Martin Walsh, Darstellerei Natalie Portman, Hugo Weaving, William Rookwood, Stephen ReaJohn Hurt, Stephen Fry, Rupert Graves.

Der Film spielt im dystopischen, futuristischen London und die Geschichte folgt V, einem maskierten Freiheitskämpfer, der im Kampf gegen den autoritären Staat gleichzeitig persönliche Rache verfolgt und einen gesellschaftlichen sowie politischen Umsturz vorbereitet.

Untertitel:

  • “People should not be afraid of their governments. Governments should be afraid of their people.”
  • “Remember, remember the 5th of November”
  • “FREEDOM! FOREVER!”
  • “The only verdict is vengeance”
  • "If I can't dance, it's not my Recolution" (Emma Goldmann)


Inhaltsverzeichnis

[Bearbeiten] Handlung

In einem totalitär geführten Großbritannien herrschen Unterdrückung von Dissidenten und Homosexuellen, faschistisches Gedankengut und Zensur sowie eine komplette Kontrolle der sehr einflussreichen Medien durch die Landesführung, die einen – sich religiöser Inszenierung bedienenden – autokratischen Führer, Kanzler Sutler, hat. Ein unbekannter maskierter Mann namens V widersetzt sich der Führung, indem er Förderer des Regimes tötet. Wie sich gegen Ende des Filmes herausstellt, ist er allein entkommenes Opfer eines früheren Zwangsexperimentes an „abweichenden“ Teilen der Bevölkerung zur Erforschung einer Viruskultur, die zur Machtübernahme der Führungsriege letztendlich gegen die Bevölkerung eingesetzt worden ist. Unter den Opfern Vs, der eine Guy Fawkes-Maske trägt und in seiner Sprache motivisch die Gunpowder Treason nutzt, um seine Rache an der Führungsriege zu unterstreichen, befinden sich vornehmlich die Leiter der Gefangenenanstalt, in der die Experimente (auch an ihm) durchgeführt wurden, und die mittlerweile allesamt hohe Posten bekleiden bzw. Teile der Führung sind. Bei einer der Aktionen Vs rettet die junge Evey ihm das Leben, und da sie aufgrund dieser Straftat in Gefahr gewesen wäre, nimmt V sie mit sich in sein Versteck, in dem er Evey gut versorgt und wo diese seine kulturelle Sammlung von Gegenständen, die von der Zensurbehörde verboten wurden, bestaunt. V hat durch Übernahme der Medien am 5. November (dem Tag der Gunpowder Treason) des Vorjahres das unterdrückte, aber noch verblendete Volk zu einem Aufstand am 5. November des aktuellen Jahres aufgerufen. Durch seine Aktionen begünstigt er die Aufklärung des Volkes über die Hintergründe der Landesführung, so dass der Aufstand zum Ende des Filmes tatsächlich stattfindet. Evey, die V zunächst verlassen hatte, wird von ihm in sein Versteck zurückgeholt, das er jedoch als Folter-Gefängnis inszeniert. V lässt sie in dem Glauben, sie sei Gefangene der Regierung, bis Evey über ihre Ängste hinausgewachsen ist und den Tod nicht mehr als schlimmstes Übel ansieht.

V wird schließlich bei der Tötung des ranghohen Politikers Creedy, der soeben Kanzler Sutler beseitigt hat und nun dessen Nachfolge antreten will, tödlich verwundet. Er kann sich in sein Versteck zurückschleppen und stirbt in Eveys Armen. Sie leitet daraufhin die symbolträchtige Sprengung der Houses of Parliament ein, was vor den Augen einer großen, dem Aufstandsaufruf gefolgten Masse des Volkes in Guy-Fawkes-Verkleidung geschieht.

[Bearbeiten] Hintergrund

Die Dreharbeiten begannen im März 2005 in den Filmstudios Babelsberg in Potsdam und sollten bis zum 8. Juni abgeschlossen werden, jedoch konnte dies aus produktionstechnischen Gründen nicht verwirklicht werden. So wurde der weltweite Filmstart vom 5. November 2005 auf den 16. März 2006 verlegt.

[Bearbeiten] Filmmusik

Die Filmmusik stammt vom italienischen Komponisten Dario Marianelli und enthält zu den eigens für den Film komponierten Stücken die Titel „Cry Me A River“ von Julie London, „I Found A Reason“ von Cat Power und „Bird Gerhl“ von Antony and the Johnsons. Der Soundtrack wurde am 21. März 2006 bei Astralwerks Records veröffentlicht. Das Gerücht, dass Massive Attack sich an der Filmmusik beteiligen würden, bestätigte sich nicht.

[Bearbeiten] Bemerkungen

  • Die Figur des V nimmt Motive des englischen Attentäters Guy Fawkes auf.
  • Hugo Weaving bekommt man während des Films nicht zu Gesicht, dieses wird von einer Maske verdeckt. Ursprünglich war nicht Weaving für die Rolle gedacht, sprang aber während der Dreharbeiten ein, als sich zwischen dem ursprünglichen Darsteller und der Regie Differenzen auftaten.
  • Wie auch bei den Comicverfilmungen Die Liga der außergewöhnlichen Gentlemen und From Hell lehnte Alan Moore jede Mitverantwortung für V wie Vendetta ab. Er wird nicht im Vor- und Abspann genannt und verzichtete auch auf jegliches Honorar für den Film. Grund für die Distanzierung ist unter anderem die Zuspitzung der Handlung auf den in der Comicvorlage nicht vorhandenen Konflikt des amerikanischen Neo-Konservatismus gegen den so genannten amerikanischen Liberalismus. Die anarchistische Gesinnung des Helden findet im Film wenig Widerhall.

[Bearbeiten] Literatur

  • Steve Moore: V wie Vendetta - Roman zum Film. Dino Entertainment 2005, ISBN 3833213272
  • Alan Moore, David Lloyd: V wie Vendetta. Der Kult-Comic zum Film. Panini 2006, ISBN 3833213841

[Bearbeiten] Weblinks


Dieser Artikel basiert auf dem Wikipedia Artikel V wie Vendetta unter den Bedingungen der GNU Free Documentation License, Version 1.2 oder späteren. Eine Liste der daran beteiligten Autoren findet sich hier.
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